Eigentlich ist der Fokus auf eine Zielgruppe, ihr Verhalten und ihre Bedürfnisse ein Nobrainer. Gut so, wir müssen nicht bei Adam und Eva beginnen.
Im Kontext von Corporate Audio gibt Dir dieses Know How Auskunft über Aspekte, die für den Erfolg des Produkts auf jeden Fall eine große Rolle spielen. Hier ein paar zentrale Fragen
Leitplanken
- Welche Audience möchte ich ansprechen?
- Was weiß ich über die Audience?
- Wie groß ist die Audience?
- Welche Themen sind interessant?
- Welcher Wissensstand existiert zum Thema?
- Wie verhält sich die Audience im Alltag?
- Wo und wann sind die Ohren offen?
- Und für welche Themen?
Du hast plausible Antortwen auf diese Fragen? Sehr gut. Dein Podcast hat dann eine gute Chance, auf der Playlist zu landen, wenn Du Dich an folgenden Kriterien orientierst
Qualitätsmerkmale
- Auf lange Strecke relevant sein
- Einen echten Nutzen für Audience liefern
- Die richtige Flughöhe treffen betreffend Stil und inhaltlicher Tiefe
- Die passenden Protagonisten vor’s Mikro holen
- Die Länge des Formats auf den gewünschten Zeitpunkt der Nutzung ausrichten
- Follow-Up-Angebote mitdenken
- Anforderungen an das technische Hosting der Episoden im Griff haben
Diese 15 Punkte gehe ich in jedem Projekt durch, das ich begleiten darf. Wenn hier irgendwo Unklarheit besteht oder mein Kunde nicht dahinter ist, was die Relevanz betrifft, gehen wir nicht weiter in die Produktion, sondern machen weiter unsere Hausaufgaben.
Umsetzungsbeispiel
Zum Eindenken ein Klassiker, das ein bisschen mit ein paar der Aspekte spielt:
Zielgruppe: “Das Sales Team”
Challenge: Arbeiten mit Success-Stories
Angenommen, alles läuft hier ganz ok. Aber: gute existierende Erfolgsstories werden zu wenig in den Sales-Gesprächen genutzt, weil das Sales-Team sehr technisch orientiert ist, wenig auf Storytelling gibt und wenig organisierter Austausch stattfindet. Das soll geändert werden:
Ich bringe in Erfahrung, dass das Team sehr ambitioniert und intern wettbewerbsorientiert ist. Hierarchie existiert eigentlich nicht. Deswegen wähle ich als Gäste immer Leute, die selbst Teil des Teams sind. Stichwort Flughöhe. Vom Host erwarte ich, den Gast nicht zu sehr ins Technische driften zu lassen und die Story an sich im Rampenlicht zu halten. Ich erwarte mir dadurch, dass die anderen im Team – weil ambitioniert – selbst mit ihrer Erfolgsstory vor’s Mikro wollen, um sich zu profilieren, und zweitens erhoffe ich mir, dass sie die diskutierten Stories auch für sich nutzen, um selbst besser zu performen.
Es ist vielleicht ein Team, dass nicht leicht überzeugt werden kann. Deswegen hole ich mir außerdem in einem definierten Rahmen außerdem hin und wieder einen Gast, der die Storytelling-Mysterien methodisch und pragmatisch diskutiert, im besten Fall ist das jemand, der selbst einen guten Track Record im Sales-Kontext hat.
Ich weiß außerdem, dass die Leute viel mit dem Zug oder Flieger unterwegs sind. Was bedeutet, dass sie einerseits oft in kürzeren Wartezeiten nicht produktiv sein und den Laptop nicht nutzen können und andererseits, dass sie auch längere Wegstrecken haben. Beides kann ich mitdenken, zum Beispiel, indem ich die diskutierte Story in einer Kurzvariante anbiete (für die Wartezeiten) und dann eine Detail-Variante mit Hintergründen für längere Wegstrecken.
Klar ist auch, dass ich in dem Fall eine sichere Variante für das Hosting meiner Episoden brauche, hier werden wettbewerbskritische Internas diskutiert und die sollen natürlich nur einer bestimmten Zielgruppe zur Verfügung gestellt werden. Das ist alles lösbar, sollte aber frühzeitig bei der Gesamt-Konzeption des Vorhabens angesprochen, mitgedacht und geklärt werden.
Fazit
Ihr merkt, man kommt hier schnell vom Einen zum Anderen und das ist gut so. Sicher ist: Es lohnt sich, genug Zeit für die Konzeptionsphase zu reservieren, um sich einzudenken und die Leitplanken zu setzen.
Weil wir jetzt so schön über die Zielgruppenfrage ins Konzeptionelle gekommen sind, machen wir damit beim nächsten Mal gleich weiter mit der Frage: Wie erstellt man ein schnelles Konzept?

Schreibe einen Kommentar